So funktioniert das Gerät

Der Virenfänger ist ein Luftreiniger für geschlossene Räume. Sein Hauptfilter der Qualitätsklasse HEPA H14 entfernt alle staubförmigen Gefahrstoffe, Bakterien, Aerosole oder Viren aus der Raumluft. Er ist zertifiziert nach der europäischen Filter-Norm EN 1822-1. Sie garantiert einen Abscheidegrad von 99,995% der am schwersten abzuscheidenden Partikelgröße von 0,3 µm. Zusätzlich ist das Gerät mit einem Edelstahl-Vorfilter ausgestattet.

Der Virenfänger saugt die Luft oben im Gerät an, filtert sie im Innenraum und bläst die gefilterte Luft in Bodennähe wieder aus. (siehe Video).

Weil dabei große Luftmengen (bis zu 675 Kubikmeter pro Stunde) durch einen extrem dichten Filter gepresst werden, hat der Virenfänger einen mittelhohen Geräuschpegel von 53 dB (Stufe 1) bzw. 56 dB (Stufe 2). Das Gerät eignet sich also nur bedingt für Räume, die eine weitgehend ruhige Atmosphäre verlangen.

 

Fragen und Antworten zum VIRENFÄNGER

Wie muss man den VIRENFÄNGER warten bzw. pflegen?

Für den Normalbetrieb wird keine spezielle Wartung benötigt. Das Gerät sollte so aufgestellt werden, dass sowohl der Zufluss als auch der Abfluss der Luft ungehindert möglich ist.

Wie oft müssen die Filter ausgetauscht werden?

Der Edelstahl-Vorfilter: überhaupt nicht. Einfach rausnehmen, spülen, wieder einsetzen. Der HEPA H14-Filter: etwa nach 12 bis 18 Monaten. Sollte er zu voll sein, reduziert sich ähnlich wie einem vollen Staubsaugerbeutel die Leistung des Geräts.

Wie teuer sind die Ersatzfilter?

180 Euro und damit deutlich günstiger als bei den meisten Wettbewerbern. Im Laufe des Jahres 2021 können Ersatzfilter über unseren Online-Shop bestellt werden.

Was passiert mit den Viren, die im Filter hängen bleiben?

Sie bleiben und sterben dort. Vom Filter erfasste Viren sind stark an die Fasern im Filtermedium gebunden. Sie hängen fest, trocknen aus und sterben ab. Studien zum COVID-19-Virus zeigen, dass das Virus auf offenen Flächen nicht länger als 3 Tage überlebt.

Warum bläst der VIRENFÄNGER die gereinigte Luft unten heraus?

Die besten Ergebnisse würde man bei einer Luftreinigung erzielen, wenn man die gereinigte Luft an der Decke herauslässt, und so die Menschen sauber berieselt. Die Air Condition in Flugzeugen arbeitet z.B. nach diesem Prinzip. Um diesen Effekt zu erreichen, müsste ein in einem Raum aufgestelltes Gerät mindestens 2 Meter hoch sein, um über die Köpfe hinweg zu blasen. Bei einem Auslass in Kopf- oder Rumpfhöhe hingegen besteht die Gefahr, dass die saubere Luft Aerosole von Infizierten aufnimmt und in Atemhöhe weiterverbreitet. Ein Luftauslass auf Knöchelhöhe reduziert dieses Risiko – und wirbelt keine zu Boden gesunkenen Aerosole auf.

Kann man die Geräusche noch weiter dämpfen? 

Es ist prinzipiell mit Geräusch verbunden, wenn ein starker Lüfter große Luftmengen durch einen dichten Filter presst. Der VIRENFÄNGER ist mit 53 bzw. 56 dB bereits einer der leisesten mobilen Luftreiniger mit HEPA H14-Technologie auf dem Markt.

Was sagen die Behörden zum VIRENFÄNGER?

Unterschiedliches. Manche Corona-Verordnungen aus dem Frühjahr raten generell von der Verwendung von Umluft-Geräten ab, da diese zur Verbreitung der Viren beitrügen. An eine Filterung der Luft war dabei nicht gedacht worden. Die aktuelle Fassung der „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel“ des Bundesarbeitsministeriums (Fassung 20.8.2020) sieht das anders. Dort heißt es: „Das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 über raumlufttechnische  Anlagen (RLT-Anlagen) ist insgesamt als gering einzustufen, wenn sie über geeignete Filter verfügen oder einen hohen Außenluftanteil zuführen. … Geeignete Filter sind zum Beispiel Schwebstofffilter (High Efficiency Particulate Air/HEPA-Filter).“ In der Praxis wird es meist darauf ankommen, wie die jeweiligen Gesundheitsbehörden den Einsatz von Luftreinigern im Rahmen eines Hygienekonzepts bewerten – und da ist alles und das Gegenteil möglich. Wir raten deshalb interessierten Gastronomen oder Veranstaltern, diese Frage mit der für sie zuständigen Behörde zu besprechen, bevor sie einen VIRENFÄNGER kaufen.

 

DER VIRENFÄNGER in Aktion

Studien und Empfehlungen

Infektionsschutzgerechtes Lüften

(eine Empfehlung der Bundesregierung)

Schulunterricht während der SARS-CoV-2-Pandemie

(eine Studie von Prof. Christian Kähler)

Filtern oder Lüften?

Ein Streitgespräch bei spiegel.de zwischen Prof. Christian Kähler und Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt.
Da der größte Teil des Textes hinter einer Bezahlschranke liegt, zitieren wir hier noch das Fazit des Interviewers Jens Radü: „Fassen wir zusammen: Wenn in einem Klassenraum regelmäßiges Querlüften möglich ist, wäre das die beste Variante, um die Gefahr einer indirekten Corona-Ansteckung zu minimieren. Wenn man die Fenster nur kippen oder gar nicht öffnen kann, sind mobile Raumluftfilter sinnvoll, mit einem Hepa-14-Filter, genügend Volumenstrom und nicht zu laut.“

 —

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

(Veröffentlichung des Bundesarbeitsministeriums)